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eventpreisbrecher.de

Die erste Low-Cost-Agentur ist da! Pauschalangebote für Hamburg, Berlin und München wie im Reisebüro. Ein Festpreishonorar für Konzeption und Organisation von 998,- zzgl. Sachkosten und Durchführung (optional) durch Freelancer. Man reibt sich die Augen und denkt an Kegelclubs und Busse voll Senioren.

Mitnichten – das ist ein Angebot für Unternehmen! Ein Ramschangebot vom Insolvenzverwalter einer Agentur? Nein – ein Startup-Unternehmen von Peter Cramer aus Hamburg, bis dato achtung!erlebnis. Zum Glück bekommt jeder die Kunden, die er verdient und da beneide ich Peter Cramer überhaupt nicht.

Dieser Wettbewerber kann eine gestandene Agentur für Live-Kommunikation nicht kratzen, sehr wohl aber der Kratzer im Image der Event-Agenturen generell, der hiermit entsteht.

Veröffentlicht am 27. Januar 2010  |  1 Kommentar

Einer guten Idee ist es egal, wer sie hat

Justitia ist manchmal auf einem Auge blind. Eine Jury manchmal auf beiden Augen. Anders ist kaum zu erklären, daß EVONIK/Vok Dams im Jahre 2008 eine EVA in Gold erhielten. Sicherlich war das eine bemerkenswerte Eventkommunikation – Silber oder Bronze wäre jedoch angemessener gewesen. Denn eigentlich war es ein Plagiat! Wir erinnern uns an die Verhüllung des Reichstages in Berlin durch den Aktionskünstler Christo – das war 1995.

Spektakulär war die Verhüllung des BAYER-Hochhauses 1999 aus Anlaß von 100 Jahren ASPIRIN. Dann erinnert sich die Essener Bevölkerung noch sehr gut an die Verhüllung des RAG-Gebäudes im Jahre 2006 zur Bewerbung als “Kulturhauptstadt Europa”.

Die Agentur Vok Dams ist nun auch noch für den Design-Preis der Bundesrepublik Deutschland nominiert worden. Es ist so ähnlich wie im Journalismus – einer schreibt vom anderen ab, ganz unkritisch. Das scheint auch bei Jurys zu sein. Das Entscheidene bei der schrittweisen Verhüllung/Enthüllung des EVONIK-Hochhauses war doch die Idee, alles andere war Handwerk (was andere geleistet haben als die Agentur, ich ziehe meinen Hut davor). Doch die Idee war bereits mehrfach realisiert worden. Also, was ist preiswürdig?

Veröffentlicht am 12. August 2009  |  Kommentar schreiben

Gut für Deutschland

Der aktuelle Claim der zentralen Sparkassen-Kampagne trifft auch auf das Buch des Deutschen Sparkassenverlages zu: Eventkommunikation, herausgegeben von Ralph Dannhäuser, Bereichsleiter Eventkommunikation. Allein der gewählte Titel hebt sich wohltuend sachlich ab. Ja, unsere Zunft macht Eventkommunikation. Neben Live-Kommunikation und Eventmarketing die einzig zulässigen Begriffe.

Insgesamt fünf ausgewiesene Experten beleuchten aus theoretischer, praktischer und juristischer Perspektive das Treiben der Event-Branche. Vorzügliche Fallbeispiele steuert – klar – die Sparkassen-Finanzgruppe bei. Anschaulich und lehrreich, 180 Seiten, zum Preis von ca. 37,-

Für Auszubildende, Studenten und Praktiker gleichermaßen empfehlenswert. Mehr Info unter http://www.eventkommunikation.org/index.php

Veröffentlicht am 15. Juli 2009  |  Kommentar schreiben

Von der Spass- zur Erlebnisgesellschaft

Im Jahre 1762 schrieb der französische Philosoph Jean-Jacques Rousseau: „Nicht wer am ältesten wird, hat am längsten gelebt, sondern wer am stärksten erlebt hat.“

Heute schon gelebt? Heute schon etwas erlebt? Die Erlebnisgesellschaft ist längst indas Zeitalter der Eventkultur aufgebrochen: zu Milleniums-Feiern, in Freizeitparks, zu einem Tag des offenen Ministeriums in Berlin, wir besuchen Live-Aid-Konzerte, wir bestaunen den Kino-Klassiker Ben Hur als Live-Inszenierung. Die Fußball-Bundesliga ist nicht nur ein sportlicher Wettbewerb, sondern auch ein Drama in 34 Akten. Der Hunger nach Erlebnissen ist riesengroß und wird durch eine Freizeitindustrie gestillt. Markenartikelunternehmen springen nicht nur auf den Trend, sie stellen sich an seine Spitze. Das beweisen die zahlreichen brandlands der Autoindustrie – Autostadt, BMW-Welt, Mercedes-Museum etc. – sind keine Automobilausstellungen, sondern sollen die Marke erlebbar machen, Teil eines bestimmten Lifestyle sein. Die Spaßgesellschaft der 90er Jahre tastete sich noch durch mögliche Erlebniswelten, die Erlebnis-Gesellschaft des 21. Jahrhunderts entwickelt sie weiter. Der Begriff Erleben bedeutet nah am Leben. Man ahnt bei dieser Deutung, was uns antreibt könnte: es gehört zu unserer Überlebensstrategie, möglichst viel über das Leben zu wissen. Oder wie Sokrates das Dilemma beschrieb: „Ich weiß, daß ich nichts weiß.“Die neurobiologischen Forschungen der jüngsten Vergangenheit haben die Bedeutung der Emotionen für unser Verhalten und Handeln unterstrichen. Das gefühls-gesteuerte Unterbewusstsein dominiert unsere Entscheidungen und das schon seit Millionen von Jahren. Der große Denker und Forscher Johann Wolfgang von Goethe brachte es auf die sinngemäße Formel: „Nur was Ihr fühlt werdet, Ihr begreifen!“ In diesem Licht müssen wir soviel wie möglich über unsere Lebensbedingungen erfahren, ja erfühlen. Vorneweg marschieren die Unternehmen unter dem Banner des Eventmarketing. „Marketing spüren“ bezeichnet der österreichische Dramaturg Christian Mikunda diese Entwicklung, die sich gerade auch im öffentlichen Raum abspielt. Die neuen Spielplätze der Erlebnisgesellschaft sind mitten in der Stadt: auf Plätzen, in Museen, in Einkaufs-zentren, in der Gastronomie, in Themen-Hotels. Walt Disney war auch ein Pionier des Eventmarketing, denn er hat begehbare Filme geschaffen. Er hat seine Kinoerfolge in eine neue Marktnische trans-feriert. Die Markenmacher von heute können eine Menge von ihm lernen.

Veröffentlicht am 13. Juli 2009  |  Kommentar schreiben

C wie Consulting oder C wie Chimäre?

Die Welt hat lange warten müssen – endlich Consulting von Vok Dams! Der Meister der Camouflage hat nachgedacht und gebrainstormt und einen Gedankenblitz: Beratung ist mit einer hohen Wertschöpfung verbunden ist. Also wird flux unter dem Dach des ILM eine neue Unit installiert, die Website des ILM umbenannt in vokdams-consulting.de und mit Birgit Kriesche eine Leiterin aus dem Hut gezaubert. Leider erfährt man auf der Website gar nichts über das neue Portfolio, auch nichts über Madame Kriesche. Kann jemand meine Wissenslücke schließen? Es ist so etwas wie name dropping – ansonsten bleibt alles beim Alten. Vielleicht ist es ja Analog-Käse wie auf einigen TK-Pizzas.

Ach, ich habe etwas von Vok Dams gelernt: Portfolio, also die Leistungen, die man anbietet und der Kunde bezahlt, ist ein – MEHRWERT http://www.vokdams-consulting.de/?id=11

Veröffentlicht am 10. Juli 2009  |  Kommentar schreiben

Und jährlich grüßt das Murmeltier…

…und überreicht hämisch grinsend das alljährliche Ranking der Event-Agenturen. Der große Bluff geht also weiter, bei dem die meisten der 35 Agenturen kalt lächelnd und angeblich attestiert ihre Billings als Gross Income ausgeben. HORIZONT und w&v lassen es weiter mit sich machen, sind die Komplizen der grandiosen Publikumstäuschung. Der arglose Leser auf Endkundenseite ist der Betrogene, wenn Agenturen eine wirtschaftliche Potenz behaupten, die sie nicht haben. Ganz nebenbei, es ist nicht nur geschmacklos und billig, sondern es verstößt auch gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Der dreisteste der Buben, der aus Wuppertal, hat seine “Siegesmeldung” sofort hinaus posaunt: Seit sechs Jahren kontinuierlich an der Spitze, VOK DAMS auch 2008 wieder Nr. 1 im Umsatzranking. Ich gratuliere ganz herzlich. Und doppelt soviel Umsatz wie kogag, die bedauernswerte Nr. 2, das muß beim arglosen Leser mächtig Eindruck machen. Damit kann man auftrumpfen.

Mein Respekt gehört den Agenturen, die sich bewußt nicht mehr am Ranking beteiligen wie z. B. facts+fiction, face-to-face, Vogelsänger Events, First Class Events und Milla & Partner. Interessant ist, daß nur 13 der 35 Agenturen dem FME angehören. Im Umkehrschluß, 28 der 41 FME-Mitglieder haben an dem Ranking nicht teilgenommen. Eine echte Ohrfeige für den Verband, sie trauen ihm nicht. Apropos, der wäre eigentlich die Instanz, Spielregeln zu setzen und zu kontrollieren. Aber, ach nein, Volkwart Dams sitzt ja im Präsidium. Stattdessen macht der FME fröhlich in der sog. Arbeitsgemeinschaft mit. Insider wissen, daß der Ärger rund um das Ranking seit seiner ersten Veröffentlichung existiert. Einige Agenturen geben echte Zahlen ab, geschätzt ein Drittel. Die sind auch betrogen, denn wie so oft im Leben – der Ehrliche ist der Dumme.

Veröffentlicht am 14. Mai 2009  |  Kommentar schreiben

Telegramm aus München-Ost

Matthias Kindler, einer der profiliertesten Event-Kreativen und Agentur-Köpfe beleuchtet nun auch in seinem Blog die Event-Szene. Vier Augen sehen mehr als zwei! Also herzlich willkommen.

http://www.matthiaskindler.com/about/Blog/Blog.html

Veröffentlicht am 17. April 2009  |  Kommentar schreiben

Das Problem mit den Eventagenturen

Der Entertainer Jörg Knör deckte kürzlich in einem Interview mit der absatzwirtschaft das grundlegende Defizit vieler Event-Agenturen auf – die mangelhafte Marketing-Kompetenz. Er wundert sich darüber, “wie wenig Agenturen zur Markeninszenierung einfällt. Es gibt wenige, bei denen etwas Neues passiert. Es gibt viele mit den ewig gleichen Konzepten wie zum Beispiel ‘Zeitreise’, sobald ein Unternehmen ein rundes Jubiläum hat. Und dann muß die Band aus jedem Jahrzehnt Songs spielen. Was hat das mit dem Unternehmen zu tun?”

Dieser Befund aus dem Munde eines Bühnen-Profis mit über 20jähriger Erfahrung ist schon erschütternd. Welches Unternehmen braucht eine Agentur, die “Excel-Tabellen abarbeitet und viele Headsets trägt”? Erstaunlicherweise haben viele Agenturen nicht verstanden, daß Eventmarketing aus Event und Marketing besteht. Event(-Management) ist das Handwerkszeug. Aus dem Marketing leitet sich das Konzept, der Bauplan, ab. Es gilt, die Marke zu inszenieren, erlebbar zu machen.

Eventmarketing ist ein Kommunikationsinstrument. Mit Besonderheiten. Mit Stärken. Agentur-Mitarbeiter, vom Kreativ-Direktor bis zum Junior-Projektleiter, sollten über genügend Marketing-Kenntnisse verfügen, um mit Kunden auf Augenhöhe sprechen zu können. Laufburschen haben keine Zukunft.

Veröffentlicht am 14. April 2009  |  Kommentar schreiben

Merz Pharma: eine bittere Pille

Der Konzern-Einkauf wird von Agenturen und Dienstleistern gefürchtet. Oft begegnet man dem blinden Drängen nach dem billigsten Angebot. Dies ist langfristig nicht die beste Wahl, weil es immer jemanden gibt, der morgens seiner Hausbank einen neuen Auftragseingang versprochen hat. Aber auch die Einkäufer denken an ihren Bonus, der heißt allerdings Savings.

Eine ganz andere Variante des taktisch klugen Einkaufens: das Schnorren von strategischen Informationen. Anruferin: “Gibt es Rankings mit richtig guten und kreativen Agenturen?” WR: “Ja, aber die taugen nicht viel. Was für eine Agentur suchen Sie denn?” Anruferin: “Eine, die gut ist im Teilnehmermanagement. Wir haben viele kleine Veranstaltungen.” WR: “Also mehr Logistik als Kreativität?” Anruferin: “Ja, genau. Kennen Sie solche Agenturen? Die sich auch in der Pharma-Branche auskennen?” WR: “Ja, xy und xz sind gut.” Anruferin: “Ach, kenne ich gar nicht.” Kurze Zeit später “Dann machen Sie mir doch ein Angebot für eine qualifizierte Recherche!”

Mein Angebot für 5 Agentur-Vorschläge entsprechend dem genauen Anforderungsprofil von Merz: € 400 (Sonderpreis, vielleicht ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft). Vier Tage später ein aufschlußreiches Telefonat mit derselben Dame “Das ist mir zu teuer.” Sprachlosigkeit, dann: “Was wäre es Ihnen denn Wert gewesen?” Anruferin: “100 Euro.” Fassungslosigkeit, Ende des Telefonats. Ich schaue in meinem Profil nach – ja, 14 Jahre in leitender Funktion in 2 Event-Agenturen. Ja, ein echter Branchen-Fuchs. Zwei Tage später ein Mail aus der Fachabteilung. Gibt es in der Studie Event-Navigator 2009 ein Agentur-Ranking? Können Sie uns das geben? Ich schreibe zurück, gerne, aber das hat seinen Preis.

Seitdem Schweigen bei Merz. Das ist vielleicht auch besser.

Veröffentlicht am 3. April 2009  |  Kommentar schreiben

WoE: Dortmund oder Wiesbaden?

Gestern abend eskalierte auf XING der Streit zwischen der einstigen Veranstaltergemeinschaft Corporate Communications (Bea Nöhre) und den Rhein-Main-Hallen
in Wiesbaden. Da preschte der IT-Leiter (?) der RMH vor und verkündete offiziell, daß man einen erfahrenen Messeveranstalter als neuen Partner gewonnen habe.
Merkwürdig nur, daß kein Name genannt wurde. Das riecht nach einem kleinen schmutzigen Manöver, um CC publizistisch auszutricksen. Seriös ist das nicht, fair
schon gar nicht.

CC und Beate Nöhre haben ganz sicher die volle Rückendeckung der Branche, denn sie war und ist das Herz der World of Events. Ihr Mann Joachim war Initiator der Messe. Man kann Bea Nöhre nur wünschen, daß die Namensrechte eindeutig bei CC liegen, damit der Kleinkrieg schnell aufhört. Denn ansonsten haben wir drei Verlierer – CC, RMH und die Branche. Das wäre für uns wieder einmal ein schlechtes Zeugnis. Unser Image ist in der Marketing-Welt ohnehin nicht besonders glanzvoll. Also, auf nach Dortmund, 20. und 21. Januar 2010, zur World of Events.

Veröffentlicht am 21. März 2009  |  2 Kommentare
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