Marken-Award 2009: Quäl Dich, Du Sau!
Gestern wurde in Düsseldorf der begehrte Marken-Award verliehen. Eine Veranstaltung mit 1.000 hochkarätigen Gästen, darunter einige Vertreter unserer Zunft. Ein Event, der Spaß gemacht, der von Sky Premotion, einer FME-Agentur, organisiert wurde und gezeigt hat, wie die ADAM+EVA-Verleihung aussehen sollte.
Das begann mit einer launigen Begrüßung durch Bernd M. Michael, der das Udo-Bölts-Zitat als Losung für die derzeitige Lage der Kommunikations-Branche ausgab. Es endete mit Champagner auf der Bühne, während die Gäste den Saal verließen. Alles hatte Stil und Klasse, denn das ist keine Frage des Geldes, womit sich der FAMAB gern herausredet. Auch der Marken-Award wurde in erheblichem Umfang gesponsort. Übrigens sah man auf der Bühne nur gut gekleidete Preisträger im Gegensatz zu manchen “Agentur-Schnöseln” in Bochum, die meinten, Lässigkeit sei ein Ersatz für guten Geschmack.
Die Verleihungszeremonie hatte Pep und Würde, ein Moderatoren-Paar, das sich blind verstand, mit intelligenten Texten und Fragen an die Preisträger. Man könnte die Liste beliebig fortsetzen, was alles im Vergleich zu ADAM+EVA besser war. Wohlgemerkt geht es nur um das Geschehen auf der Bühne. Hier zeigen sich fast bei jedem Jahrgang große handwerkliche Schwächen, die sich nicht mit fehlendem Geld erklären lassen. Was hat z.B. eine schlechte Kameraführung mit Geld zu tun? Was hat eine lieblose Präsentation der Sponsoren mit Geld zu tun? Regie, Dramaturgie, Inszenierung und perfekte Umsetzung sind eine Frage von Stil und Können. Nicht nur bei der ausführenden Agentur, sondern auch beim Auftraggeber, dem FAMAB. Hier treffen verkrustete Strukturen auf fehlende Sachkenntnis (Vok Dams) und Müdigkeit (Vok Dams) und zuwenig Expertise in der Marketing-Kommunikation. Die Stagnation und das “Kochen im eigenen Saft” zeigen sich an stagnierenden Mitgliederzahlen (FAMAB) bzw. sinkenden Zahlen (FME von 60 auf 40 Agenturen).
Da kann man nur sagen, quäl Dich, Du Sau!
