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Ein fiktives Interview mit Michael Hosang

Ich treffe meinen heutigen Gesprächspartner an der Bar des Sportpark Hilden, bei dem wir beide Mitglieder sind.

WR: Tag Herr Hosang, lange nicht gesehen, haben Sie abgenommen?

MH: Kann schon sein, das letzte Jahr war eine Katastrophe!*

WR: Wieso? (mein Gegenüber zündet sich eine Zigarette an und bestellt einen Gin Tonic)

MH: Ich habe meine gesamten Rücklagen in Zertifikate von Lehman Brothers investiert.

WR: Sch…

MH: Genau das. Und dann macht der FAMAB noch so eine Markterhebung über Weiterbildung. Ich fühle mich irgendwie gescannt. Mein Freund Vok Dams hat das lange verhindern können. Aber mit einem Mal waren die wild entschlossen.

WR: Haben Sie eigentlich mitbekommen, daß mit “Treibhaus 08? ein Aufbaustudium für Event-Konzeptioner an den Start gegangen ist?

MH: Nö.

WR: Das wäre doch eigentlich von Ihnen zu erwarten gewesen, schließlich haben Sie doch an einem EU-Projekt namens Matrix mitgearbeitet, das sich mit der Ausbildung für Eventmanager befaßte?

MH: Stimmt, da habe ich echt gepennt.

WR: Das hätte Ihrem schlechten Image in der Agentur-Landschaft sicher gut getan. Was qualifiziert Sie eigentlich für die Aus- und Weiterbildung? Ist das IST von einem offiziellen Bildungszertifizierer anerkannt? Oder eine Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000? Oder wenigstens eine Empfehlung durch einen Verband?

MH: Hä?

WR: Sie sind also wie ebam ein selbsternannter Ausbilder für Event-Themen?

MH: Scheint so.

WR: Upgrade Your Knowledge!!! Und sonst? Wie läuft das Tagesgeschäft?

MH: Das leidet unter der Rezession. Dann ist da noch die blöde Geschichte mit den akademischen Abschlüssen von Unis und Fachhochschulen. Die vergeben keine Diplome mehr, sondern Bachelor und Master.

WR: Na und?

MH: Früher fiel das mit dem Diplom-Eventmanager (IST) nicht so auf, denn es gab ja den Diplom-Betriebswirt (FH). Für viele war da kein Unterschied.

WR: Sie sind ja genauso raffiniert wie Herr Dams.

MH: Danke für die Blumen! Eigentlich funktioniert meine Produktpolitik einerseits nach dem Schablonen-Prinzip und andererseits nach dem Motto, “Alter Wein in neuen Schläuchen”.

WR: Sie machen mich neugierig.

MH: Also, die immer gleichen Seminarinhalte und immer gleichen Dozenten, aber immer neue Seminar-Titel.

* Zur Klarstellung: dieses Gespräch hat niemals stattgefunden. Der Autor

Veröffentlicht am 6. Januar 2009  |  1 Kommentar

Ein Kommentar zu “Ein fiktives Interview mit Michael Hosang”

  1. Christian sagt:

    Das mit dem Schadensersatz interessiert mich dann schon genauer ;-)

    Grüße,
    Christian



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