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Duisburg: die programmierte Katastrophe

Mit großer Betroffenheit habe ich die Ereignisse und Berichterstattung der LoveParade verfolgt. Ich habe versucht mir vorzustellen, in einer gigantischen Menschenmenge eingeklemmt zu sein, keine Luft mehr zu bekommen, ja Todesangst zu spüren….Vor großen Menschenmengen hatte ich immer enormen Respekt, man kann nicht umsichtig genug sein. Nun das…..Ich kenne diesen Tunnel, in dem man schon Panik bekommt, wenn man dort allein ist.

Ganz offensichtlich haben die Verantwortlichen gegen alle Regeln der Kunst, sprich der VersammlungsStätten-Verordnung, verstoßen. Ein Organisationsverschulden mit katastrophalen Folgen. Ein zu kleines und obendrein abgesperrtes Gelände, ein Nadelöhr als Zugang. Der gesunde Menschenverstand sagt einem schon, daß dies nicht funktionieren kann. Wie kann es zur Genehmigung kommen? Profitgier, falscher Ehrgeiz, Ignoranz……? Wer hat Druck ausgeübt? Bedenken vom Tisch gewischt? Kostprobe gefällig? tagesschau.de berichtet…

“Zudem befreie der Sachbearbeiter der Unteren Bauaufsicht im Duisburger Amt für Baurecht und Bauberatung in dem Dokument die Organisatoren von der Vorschrift, die vorgeschriebenen Breiten der Fluchtwege einhalten zu müssen. Außerdem verzichteten die Beamten auf Feuerwehrpläne. Das von “Spiegel online” zitierte Schriftstück vom 21. Juli 2010 mit dem Aktenzeichen 62-34-WL-2010-0026 trägt den Titel “Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung”. Es richtet sich an die Berliner Lopavent GmbH als Veranstalter der Loveparade.”

Poltik und Veranstalter sind nicht nur juristisch, sonder auch moralisch verantwortlich. Die ganze Erbärmlichkeit zeigte sich bei der Pressekonferenz. Wie Kleine Jungs, die etwas Schlimmes angestellt haben, aber nicht den Mumm haben, es zuzugeben.

Duisburg lehrt uns, Aus- und Weiterbildung zur Veranstaltungssicherheit zu intensivieren.

Geschrieben am 01.08.2010 von admin

Compucoach + Guest Control = Guest One

Grundsätzlich sind größere Betriebseinheiten in der Event-Branche zu begrüßen. Doch hier wird gerade eine Menge Markenkapital pulverisiert. Insbesondere Guest Control hat in der Vergangenheit sehr viel Geld in die Print-Werbung gesteckt. Die neue Marke muß beworben werden und da ist es unverständlich, daß die Websites beider Unternehmen die Fusion unauffällig und obendrein unter-schiedlich kommunizieren.

Da beide Standorte erhalten bleiben, werden nicht alle Synergien auf der Kostenseite ausgeschöpft. Für die Kunden bleibt abzuwarten, wie sich der erhöhte interne Abstimmungsaufwand auswirkt. Die Management-Kapazität wird in der ersten Phase stark absorbiert werden durch die neuen internen Prozesse. Trotzdem oder gerade deswegen – Glückauf!

Geschrieben am 29.01.2010 von admin

eventpreisbrecher.de

Die erste Low-Cost-Agentur ist da! Pauschalangebote für Hamburg, Berlin und München wie im Reisebüro. Ein Festpreishonorar für Konzeption und Organisation von 998,- zzgl. Sachkosten und Durchführung (optional) durch Freelancer. Man reibt sich die Augen und denkt an Kegelclubs und Busse voll Senioren.

Mitnichten – das ist ein Angebot für Unternehmen! Ein Ramschangebot vom Insolvenzverwalter einer Agentur? Nein – ein Startup-Unternehmen von Peter Cramer aus Hamburg, bis dato achtung!erlebnis. Zum Glück bekommt jeder die Kunden, die er verdient und da beneide ich Peter Cramer überhaupt nicht.

Dieser Wettbewerber kann eine gestandene Agentur für Live-Kommunikation nicht kratzen, sehr wohl aber der Kratzer im Image der Event-Agenturen generell, der hiermit entsteht.

Geschrieben am 27.01.2010 von admin