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Must have: Handbuch zum Eventrecht

978-3-504-40095-81-201x300.jpgDie 3. Auflage des Klassikers zu den juristischen Aspekten von Veranstaltungen gehört in jeden Bücherschrank. Ein unentbehrliches Nachschlagewerk, eine bewundernswerte Fleißarbeit zu Vertrags- und Rechtsfragen aller Art mit Checklisten, Beispielen und Praxis-Tips.

Der hohe Anschaffungspreis von € 129,- amortisiert sich schneller als man denkt.

Geschrieben am 29.03.2012 von admin

Best of Events 2012

Die bundesdeutsche Erlebnisgesellschaft trifft sich alljährlich, kaum dass die letzte Silvester-Rakete verglüht ist, in den Dortmunder Messehallen, quasi im Schatten der Schwarz-Gelben Wand. Deren Roar, also die akustische Manifestation dieses Fußball-Mythos, bereicherte die BoE-Night atmosphärisch und die gute Laune dort hatte offensichtlich auf die Aussteller und Besucher abgefärbt: Die Mienen schienen deutlich freundlicher und zufriedener als in den vergangenen Jahren. Die Messe ein Stimmungsbarometer für die aktuelle Geschäftslage der Veranstaltungswirtschaft? Ein klares Ja!

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Das Rahmenprogramm – runderneuert und überladen

Der Veranstalter hat sich einiges einfallen lassen, um den Messebesuch attraktiver zu gestalten. Ausgezahlt hat sich das nicht, denn der Besucherzuspruch stieg gegenüber 2011 nur um 2% auf 9.800 Personen.

Das umfangreiche Vortragsprogramm und die zahlreichen Plattformen: BOEXPERIENCE, BoE-Forum, BoE Speaker Forum live, BoE Social Network Lounge, BoE Recruitment Area, dazu die traditionellen Verleihungen des Nachwuchspreises INA und des BEA für die „Großen“ – da konnte man sich verdammt schwer tun, was außer den Ständen noch  besucht werden sollte. Weniger wäre mehr gewesen.

Die großspurig als Recruitment-Area betitelte Zone entpuppte sich als der Stand des Studieninstituts für Kommunikation – mit dem Flair eines Rekrutenplatzes. Allerdings hatten sich als Arbeitgeber nur zwei Agenturen für die Idee erwärmt und logischerweise eine Personalberatung.

Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache

Die Zahl der Aussteller ging erneut und zwar um 6,0% auf 410 zurück. Die Ausstel- lungsfläche stagniert bei 20.000 qm brutto nach Angaben des Veranstalters. Da kann man sich – wie bei den Besucherzahlen – nicht zufrieden zurücklehnen.

Auffällig das Fehlen zahlreicher namhafter Unternehmen aus der Veranstaltungstechnik (satis+fy, PRG, POOL, SIRIUS, CT) und Catering (Kofler, Käfer, Party Löwe, Hoffmann, FR Catering und erstmals auch LPS, ehemals Lufthansa Party Service). Bis auf Broich Premium Catering fehlten alle in der LECA (unter dem Dach des FAMAB) organisierten Catering-Betriebe. Die Event-Agenturen traten wie immer erst gar nicht an und ließen sich durch ihren Verband FME (auch unter dem Dach des FAMAB) vertreten. Das war schon immer ein Manko dieser Messe. Das ist schon ein Politikum, ist der FAMAB doch ein wesentlicher Partner des Veranstalters.

Welche  Lücke reißt die Insolvenz der MICE AG?

In den Aufbau der Messe platzte die Meldung über die Insolvenz der MICE AG, dem Veranstalter der Konkurrenzmesse stb marketplace. Bei der letzten Ausgabe im November 2011 in München hatte man noch den „Big Bang“ und die überfällige Totalrenovierung verkündet. Nun ist es ungewiß, ob die geplante und in MICE-Marketplace umbenannte Veranstaltung am 27. März in Hamburg stattfinden wird. Hier entsteht unter Umständen eine strategische Chance, Hotels und Locations stärker an die Best of Events heranzuführen, die bisher eher auf der marketplace vertreten waren.

Fazit

Die manchmal als Jahrmarkt und „Leid-Messe“ verspottete Best of Events hat ihren Nutzwert als wichtigster Branchen-Treffpunkt untermauert. Wenn der Veranstalter das „Live-Marketing“ (im übrigen ein völlig unsinniger Begriff) aus dem Untertitel streichen würde, könnte das Gemecker sofort eingestellt werden. Das Niveau der Messestände ist mittlerweile sehr ansehnlich, der repräsentative Branchen-Querschnitt hingegen steigerungsfähig: Agenturen, Caterer, Messebau und einige Bigshots der technischen Dienstleister hinterlassen große Lücken in der Ausstellerbilanz.

Der Besucherzuspruch stagniert, obwohl die „Eventisierung“ der Gesellschaft zunimmt. Die Stadt wird zur Bühne, Kultur- und Sport-Events sind selbstverständliche Bestandteile der heutigen Erlebnisgesellschaft. Das deutet auf unzureichend erschlossene Potentiale.

Die Branche nutzt diese Messe seit jeher, um sich zu treffen. Networking ist der Mehr-wert, den die „Event-People“ in Dortmund suchen. In diese Richtung wurde das Konzept weiterentwickelt. Im Überschwang ist das ein wenig aus dem Ruder gelaufen und könnte mit wenigen Handgriffen korrigiert werden. Meine Anregung ist wie im Vorjahr, einen Fachkongress anzudocken. Damit kann man Agenturen einbinden und die Corporate Planner locken. Der Branche fehlt ein anspruchsvoller Fachkongress für Eventkommuni-kation. Zuguterletzt – der Messekatalog ist Klasse!

Geschrieben am 24.01.2012 von admin

ADAM + EVA Award-Show 2011

Alljährlich verleiht der Branchen-Verband FAMAB die Oscars der Live-Kommunikation – ADAM für herausragende Messestände und EVA für ausgezeichnete Events. Einen wunderbar klassischen Rahmen gab exakt einen Monat vor Heiligabend der Mannheimer „Rosengarten“ ab. Der Veranstalter vermeldete stolz ein ausverkauftes Haus – 1.550 Gäste füllten das Kongress-Zentrum.

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Im Bann der Slotmachine

Die ADAM + EVA-Awardshow war ein Highlight dank eines intelligenten roten Faden, einer gelungenen Dramaturgie, der einfallsreichen Medialisierung und einer beherzten Organi-sation! Ein Kompliment der ausführenden Agentur Vogelsänger.

Nach einem unkonventionellen Intro-Film spielten die Mannheimer Sinfoniker die Ouvertüre zu einer zweieinhalb-stündigen Preisverleihung, die von Kai Spitzl anfangs mit Süffisanz und reichlich Wortwitz moderiert wurde. Leider konnte er sein Niveau nicht halten. Das Bühnenbild wurde beherrscht von einer Panoramaprojektion und 3D-Mapping. Der „Buchstabensalat“ gab allerdings Rätsel auf.

Spannung pur bei der Verteilung von Gold, Silber und Bronze: Eine filmische Slotmachine schlug das Publikum und die Nominierten insgesamt 13 Mal in ihren Bann. Ein dramaturgischer Geniestreich, wenn man die herkömmlichen Rituale kennt! Ein visuelles Vergnügen auch die Performance von Lichtfaktor, die mit LED-Leuchten tanzten. Über zwei Kameras und ein VJ-Mischpult entstanden auf der Projektionswand zauberhafte Schlieren und Effekte, die im Design der ADAM + EVA-Trailer wieder auftauchten.

Erstmalig wurde auch ein Catering Award vergeben. Und genau hier passierte ein Fauxpas: Auf der Bühne wurde die Agentur des Siegerprojektes Liebherr/BAUMA 2010 geehrt, nicht aber der Caterer Kofler & Company! Er saß im Saal und wurde freundlich gegrüßt. Bei einem Gewerke-Award hat die Agentur auf der Bühne nichts verloren. War das ein Regie-Fehler oder der Selbstverliebtheit von Agenturen geschuldet?

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Das Manko wie in den Vorjahren – die Kunden fehlten im Saal und bisweilen auf der Bühne. Bei dieser Nabelschau der Branche gehören die Kunden genauso ins Rampenlicht wie die Agenturen, Architekten und Messebauer.

Die Abräumer

Wer oder was hat gewonnen? Gewonnen hat die Box – und das gleich viermal: je 2x Gold bei ADAM und EVA. Die Lightbox by Karl Lagerfeld (Kunde Schwarzkopf), The Cube von Electrolux, der State Grid Pavillon auf der EXPO Shanghai (Kunde State Grid Corporation of China) und The Audi Qube 3. Das Prinzip war stets ein bespielter Würfel, spektakulär platziert und in Szene gesetzt.

Erfolgreichster Kunde war die Daimler AG mit 2x Gold und 1x Bronze, die erfolgreichste Branche (wie immer) Automobil – sprich Audi, BMW, Daimler – mit insgesamt 9 Platzierungen. Unter den Architekten glänzte KMS Team mit zwei ersten Plätzen, Holtmann Messebau freute sich über Gold und Silber, die erfolgreichste Agentur war Metzler:Vater mit Silber und Bronze.

Bei der Kreativität existiert ein deutliches Nord-Süd-Gefälle, denn der Großraum München stellt mit Abstand die besten Agenturen/Architekten. Und noch etwas fällt ins Auge: die Hälfte der goldenen EVA’s ging an Tochtergesellschaften von großen Werbeagenturen (BBDO live, JungvonMatt/relations, Serviceplan Event). Zufall oder der Beginn eines neuen Zeitalters?

Ein Ärgernis – die EVA-Kategorien

Die Award-Kategorien offenbaren immer mehr Schwächen, denn Kommunikation verändert sich, Event-Formate und Vernetzungsstrategien entwickeln sich weiter. Die Überschnei-dungen von Consumer und Public Events liegen in der Natur der Sache.

Die Zuordnung „Pavillon 21 MINI Opera Space“ zu Corporate Events ist genauso wenig nachvollziehbar wie die Einstufung des „Ballzaubers“ als Charity/Social/Cultural Event. Wenig überzeugend auch die Einordnung der Eröffnungsveranstaltung der HANNOVER MESSE als Exhibition Event, eigentlich ein eindeutiges Corporate Event.

Das Projekt „Tramp a Benz“ – vergoldet als Public Event – hatte nicht im entferntesten etwas mit einer Veranstaltung zu tun! Zweifellos eine erfolgreiche Social-Media-Aktivierung und gelungene PR-Maßnahme. Im Vorjahr der gleiche Fall mit der „Rallye Fernost“ der ostdeutschen Universitäten.

Eine komplette Überarbeitung der Kategorien mit einer entsprechenden Transparenz erscheint dringend geboten. Gut zu Gesicht stände dem FAMAB gerade aufgrund seines Engagements die Kategorie „Green Events“.

Geschrieben am 01.12.2011 von admin

Innovative Hotel Community jetzt online

logo-300x255.gifLINDNER Hotel & Resorts beweist mit dem neuesten Projekt „me and all hotels“ erneut ihre Innovationskraft. Dies ist den Köpfen hinter dieser Idee zu verdanken, die allesamt Vollblut-Hoteliers sind. Als langjährige Mitarbeiter, Vorstände und Geschäftsführer in der Hotellerie wissen Otto Lindner, Vorstand Lindner Hotels AG,  Andreas Krökel, Vorstand Operations, Vertrieb & Marketing der Lindner Hotels AG und Bernhard Klein, ehemaliger Geschäftsführer der Innside Hotels, worauf es ankommt.

http://www.meandallhotels.com/ richtet sich an die Heavy User unter den Geschäfts-reisenden. Mit den „me and all hotels“ entwickelt die Lindner Hotels AG – ein familiengeführtes Unternehmen –  ein Hotel- und Lounge-Konzept, das die Hotelgäste sowohl untereinander, als auch mit der sie umgebenden Stadt und ihren Menschen vernetzt. Hier kann man modernste Kommunikationstechnologie nutzen. Sowohl in den „rooms.“ als auch den „spaces.“.

Im Mittelpunkt aller me and all hotels steht die jeweilige, hochwertig ausgestattete, Community-Lounge mit Touchtables und Medienwall. Hier treffen edle Einrichtungsmaterialien und stylisch-gemütliche Lounge-Atmosphäre auf neueste high-end Technologie und cooles Design. Sie sind (virtueller)Schlüssel zur Stadt und Talk Of The Town zugleich.

Geschrieben am 25.11.2011 von admin

kogag – Aufstieg und Fall einer großen Agentur

kogag_logo_hks15_50-300x109.jpgNein, dies ist kein Nachruf, denn die Wiederbelebungsversuche sind ja angelaufen. Nein, bei der Nachricht vom vorläufigen Niedergang dieser einst großen und stolzen Agentur kann man nicht zur Tagesordnung übergehen.

Die kogag ist seit gut 40 Jahren eine markt-prägende Agentur und über viele Jahre ein unumschränkter Marktführer gewesen. So etwas wie das ‚Imperium Romanum‘ unter den Event-Agenturen, ein Fels von einem Unternehmen, vor Kraft strotzend, mit Wucht und Dynamik. Gegründet vom Vollblut-Unternehmer Peter Bremshey und dem ‚Gentleman‘, Ralf Domning, dem ruhenden Gegenpol. Sie schufen ein Unternehmen mit starken Werten
wie hohe Kundenorientierung, Liebe zum Detail, Perfektion und einer außergewöhnlichen Dienstleistungsmentalität. Sie bauten auf Team-Geist als das noch nicht zu den Selbst-verständlichkeiten gehörte. Sie übertrugen Mitarbeitern Verantwortung und waren als gelernte Hoteliers auch kluge Kaufleute. Sorgfältiges Abwägen von Entscheidungen und solides Wirtschaften gehörten zu den Erfolgsfaktoren.

Nach und nach versammelten die beiden Kapitäne eine Mannschaft von qualitäts-besessenen Event- und Incentive-Experten um sich. Die kogag erarbeitete sich einen Ruf wie Donnerhall, wenn es um Zuverlässigkeit, erfolgreiche Veranstaltungen und scheinbar unmögliche Aufgaben ging. Und – Erfolg zieht Erfolg an: die Agentur war ein Magnet für Kunden und poten-zielle Mitarbeiter.

Auf dem Höhepunkt: das Menetekel

Im Frühjahr 2000 hielt der Unternehmensberater Dieter Heitsch vor Führungskräften der kogag einen bemerkenswerten Vortrag mit dem Titel „Die kogag muß ihren Erfolg überleben!“ Der Weckruf erfolgte zu einer Zeit als man sich auf dem Höhepunkt der Macht und Ausdehnung befand. Ca. 200 festangestellte Mitarbeiter an den Standorten Solingen, Berlin und München. Ein großzügiger Erweiterungsbau stand kurz vor der Vollendung. Der Himmel stand weit offen……

Die Warnung fiel nicht auf fruchtbaren Boden, denn sie stand im größtmöglichen Kontrast zur damaligen Situation des Unternehmens. Es bewahrheitete sich in den nächsten 11 Jahren aber auch der geflügelte Satz die größten Fehler macht man in Zeiten des größten Erfolges. Es liegt wohl in der Natur des Menschen, übermütig zu werden, sich selbst zu überschätzen und im wahrsten Sinne des Wortes „betriebsblind“ zu werden. Hausgemachte Probleme, Management-Fehler und konjunkturell bedingte Umsatzdellen begannen ihr zersetzendes Werk…..

Das Erdbeben

Das „Erdbeben“ ereignete sich weit entfernt von Solingen in New York am 11. September 2001, was in der Folge nicht nur die guten Margen der Agenturen und Dienstleister für immer zerstörte, sondern auch zum ersten großen personellen Aderlaß der kogag führte. Freiwillige und unfreiwillige Abgänge von Leistungsträgern und Führungskräften verän-derten unmerklich und schleichend die einzigartige Unternehmenskultur. Die verschwore-ne Gemeinschaft in der Führung und in den Teams bekam Lücken und Risse. Das Nachbeben ereignete sich beim Ausscheiden von Peter Bremshey als Geschäftsführer und Gesellschafter im Jahre 2003.

Im Moment der größten Umsatz- und Ertragsbelastung entstand mit dem Erweiterungs-bau ein enormer Fixkostenblock, der in der Folge wie ein Mühlstein um den Hals der kogag hing. Auch psychologisch waren die Leerstände im Anbau ein mulmiger Anblick.

Der Wettbewerb wurde intensiver, auch durch das Überangebot an Agenturen, das bis heute fortbesteht. Die Bandagen wurden härter durch die Einkaufsabteilungen der Unternehmen, die zunehmend auf den Plan traten. Insgesamt ist ein unfairer Umgang mit Agenturen zu beobachten. „Spielchen“ und Machtspiele sind an der Tagesordnung. Absurde Pitches und Preis-Diktate schwächen die Agentur-Position, sie sind ganz leicht erpressbar. Die kogag ist schließlich auch nicht die erste prominente Agentur-Insolvenz.

Die Katastrophe

Die wirtschaftliche Krise der Jahre 2008/2009 hinterließ in den Bilanzen von Agenturen und Event-Dienstleistern tiefe Spuren. Viele kämpften ums Überleben, einige schafften es nicht ans rettende Ufer. Reserven wurde aufgezehrt, gute Mitarbeiter wurden entlassen und in die Freiberuflichkeit gezwungen. Kurzarbeit in Event-Agenturen, das hätte sich beim besten Willen niemand vorstellen können. Der Substanzverlust der kogag setzte sich fort, auch durch……

Foulspiel und strategische Fehler

In der Agenturwelt sind Zellteilungen üblich, d.h. Leistungsträger machen sich mit einer eigenen Agentur selbständig und nehmen Kunden mit. Das passierte in den Jahren ab 2002 bei der kogag allerdings recht häufig und obendrein wurden auch noch fähige Mitarbeiter abgeworben. Die einsetzende gewaltige Fluktuation von Mitarbeitern verkraftet kein Unternehmen der Welt, denn sie bedeutet Verlust von Produktivität, von Geld, Qualität und Stabilität.

Die Statik der kogag, der soziale Organismus, war beschädigt, auch wenn das nicht augen-fällig war. Im Mannschaftssport erlebt man es häufiger, daß ein Team von einer Saison auf die andere seine Leistungsfähigkeit einbüßt, obwohl es fast die gleichen Spieler sind. Ähnliches gilt für den Trainer – es gibt Leistungseinbrüche und -explosionen durch einen Trainerwechsel. Die kogag hatte in den Jahren ab 2002 wohl auch nicht mehr das richtige Trainer-Team.

Strategische Versäumnisse lagen ganz sicher darin, daß die großen Trends der Branche (Spezialisierung, Internationalisierung, Social Media, Green Events) verschlafen wurden. Die kogag ist heute eine Agentur ohne Profil. Wofür steht die Marke? Die Tugenden der Vergangenheit genügen allein nicht mehr. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Als Außenstehender hat man den Eindruck, daß die kogag in den letzten Jahren mehr verwaltet als gemanagt wurde.

An dieser Stelle kann natürlich keine erschöpfende Ursachenanalyse betrieben werden, dafür fehlt es auch an zeitnahen Insider-Kenntnissen.

Eine Kaderschmiede der Nation

Was bleibt von der kogag? In jedem Fall hunderte von excellent ausgebildeten Event-Profis, die in ganz Deutschland verstreut arbeiten: in eigenen oder fremden Agenturen, bei Unternehmen und Event-Dienstleistern, als Freelancer oder als selbständige Berater. Wer kogag als längere Station in seinem Lebenslauf stehen hat, profitiert von diesem Ruf und hat gelernt, auf höchstem Niveau Veranstaltungen zu konzipieren und zu steuern.

Der kogag ist zu wünschen, daß sie wie der Vogel Phönix der Asche entsteigt.

Geschrieben am 21.11.2011 von admin